Produktion und Ressourcen

Zu den zentralen Themen einer Green Economy gehört ein schonender Umgang mit endlichen Ressourcen bei der Produktion von Konsum- und Investitionsgütern. Ziel der Bundesregierung ist es, die Rohstoffproduktivität bis 2020 bezogen auf 1994 zu verdoppeln und den Ressourcenverbrauch vom Wirtschaftswachstum und den Umweltauswirkungen zu entkoppeln (Nachhaltigkeitsstrategie, 2002).
Nahaufnahme eines Laser-Metallschneidegräts bei der Arbeit (iStock.com / Fertnig)
Laser Cutting Manufacturing Tool in Operation
Foto: iStock.com / Fertnig

Im Kontext einer Green Economy muss eine umweltverträgliche Rohstoffwirtschaft nicht nur auf eine relative sondern auch eine absolute Entkopplung abzielen: Zum einen soll durch höhere Effizienz und technische Innovationen eine Entkopplung von Wohlstand bzw. Wirtschaftswachstum und Rohstoffverbrauch (Entkopplung im engeren Sinne) erreicht werden, zum anderen soll Wohlstand von Umweltbelastungen absolut entkoppelt werden (Entkopplung im weiteren Sinne). Ansatzpunkte für solche Entkopplungen bestehen z. B. in der Steigerung der Rohstoff- und Energieproduktivität, einer vermehrten Kreislaufführung der Rohstoffe oder der Substitution durch erneuerbare Rohstoffe. Ebenso müssen bei der vollständigen Betrachtung von Produktlebenszyklen auch Nutzungsphasen und Konsummuster berücksichtigt werden.

Um eine signifikante Reduktion der eingesetzten nicht erneuerbaren Ressourcen zu erreichen, müssen Unternehmen vollständige Wertschöpfungsketten und –netze betrachten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein großer Teil der für Deutschland relevanten Wertschöpfungsketten im Ausland liegt. Hier sind neue Ansätze zur kooperativen Umsetzung zwischen deutschen Unternehmen und ausländischen Zulieferern zu entwickeln, um Ressourcenverbrauch beziehungsweise Ressourceneinsatz, Emissionen und Umweltauswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verringern und auch Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Darüber hinaus ist für die Entwicklung zur Green Economy zu klären, wie Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen angemessen (ökonomisch) bewertet und in betriebs- und volkswirtschaftlichen Prozessen besser berücksichtigt werden können.

Die Realisierung der Green Economy erfordert veränderte, nachhaltige und die Megatrends berücksichtigende Produktions- und Konsumweisen, damit auch weltweit und für kommende Generationen Wohlstand und eine hohe Lebensqualität gesichert werden können. Eine große Rolle spielen dabei auch die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Akteursgruppen wie etwa zwischen Produzenten und Konsumenten oder Finanz- und Realwirtschaft. Dies setzt interdisziplinäre Forschungsansätze voraus und erfordert in vielen Fällen eine Betrachtung über einzelne Wirtschaftssektoren und auch Landesgrenzen hinaus.

Im Rahmen der Forschungsagenda soll die Entwicklung zur Green Economy in den folgenden sechs Handlungsfeldern durch anwendungsnahe Forschung unterstützt werden:

Produktion und Ressourcen - Teaserfoto
Produktion und Ressourcen
(URL: http://www.green-economy-plattform.de/de/handlungsfelder/tag/1220)
Nachhaltigkeit und Finanzdienstleistungen - Teaserfoto
Nachhaltigkeit und Finanzdienstleistungen
(URL: http://www.green-economy-plattform.de/de/handlungsfelder/tag/1221)
Nachhaltiger Konsum - Teaserfoto
Nachhaltiger Konsum
(URL: http://www.green-economy-plattform.de/de/handlungsfelder/tag/1222)
Nachhaltige Energieversorgung und –nutzung in der Wirtschaft - Teaserfoto
Nachhaltige Energieversorgung und –nutzung in der Wirtschaft
(URL: http://www.green-economy-plattform.de/de/handlungsfelder/tag/1223)
Nachhaltige Mobilitätssysteme - Teaserfoto
Nachhaltige Mobilitätssysteme
(URL: http://www.green-economy-plattform.de/de/handlungsfelder/tag/1218)
Infrastrukturen und intelligente Versorgungssysteme für die Zukunftsstadt - Teaserfoto
Infrastrukturen und intelligente Versorgungssysteme für die Zukunftsstadt
(URL: http://www.green-economy-plattform.de/de/handlungsfelder/tag/1217)